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Dieser Artikel stammt aus
Publik-Forum, Heft 15/2020
Wem gehört Jesus?
Christen und Juden streiten um den Mann aus Nazareth
Der Inhalt:

Ein Gott von gestern? Autor vorne

vom 14.08.2020
Pflegen unsere Kirchen überholte Gottesbilder und Denkmodelle?

In Publik-Forum 13/2020 stellten wir den Beitrag »Der Gott von gestern« von Christiane Bundschuh-Schramm zur Diskussion. Dieses Thema hat auch unsere Leserinnen und Leser sehr bewegt. Wir dokumentieren in Auszügen:

Die Ausführungen von Frau Bundschuh-Schramm habe ich mit großem Gewinn gelesen. Welche Gottesvorstellung kann helfen angesichts des unfasslichen Universums? Bei Augustinus (354-430 n. Chr.) heißt es: »Es ist nicht so, dass Gott die Welt schuf und sich dann abwandte. Sondern ›in‹ ihm ist, was ›aus‹ ihm ist.« Meister Eckhart (um 1300) greift dies auf: »In sich quellend hat Gott die Welt hervorgebracht.« Könnte eine Antwort für heute womöglich lauten: Es existiert eine große allumfassende, allmächtige, unendlich-ewige Wirklichkeit, die wir Menschen mit Namen wie Gott, Jahwe, Allah oder auch Brahman, Nirwana, Tao … zu benennen versuchen. In sich und aus sich hat sie die »Schöpfung« hervorgebracht. Wirkmächtig ist sie, sogar Geist schaffend. Der Mensch ist begabt und fähig, diese Wirklichkeit zu erahnen und zu erfahren – mithilfe und in der Weise seiner Religion. Jürgen Linnewedel, Garbsen

Dass Gott nicht »von der Welt trennbar« sein soll, ist, wenn überhaupt theologisch, eine hinduistische Vorstellung. Hans-Jürgen Sünner, Aachen

Mir scheint, wir müssen unsere Sprach- und Ratlosigkeit erst einmal aushalten wie die Corona-Krise selbst. Die alten Propheten hätten sie als Gericht über unsere rücksichtslose Lebensweise gedeutet. Wir aber versichern, eine Strafe für unsere Sünden könne das Virus nicht sein. Das stimmt insofern, als es Schuldige wie Unschuldige trifft, die Armen mehr als die Wohlhabenden. Dennoch ruft diese Krise zu Buße und Umkehr auf. Man darf von diesem Aspekt nicht absehen, wenn man nach »Gott« angesichts von Corona fragt. Viele Menschen haben das Gefühl, dass es »so wie bisher nicht weitergeht«. Da verbindet sich vernünftige Einsicht mit der Sichtweise der Propheten. Christoph Wiesenfeldt, Lüneburg

Was ist das für ein Gottesbild, was ist das für ein Glaube, der durch ein Virus ins Wanken gerät? Das Virus gehört zu Gottes komplexer Schö

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