Zur mobilen Webseite zurückkehren
Schriftgröße ändern:

Die Zeitschrift, die für eine bessere Welt streitet ...Ausgabe lesen

kritisch • christlich • unabhängigzur aktuellen Ausgabe

 
Dieser Artikel stammt aus
Publik-Forum, Heft 15/2014
Papst Franziskus und seine Gegner
Der Inhalt:

ABC der Spiritualität: Qwie Qigong

Qigong ist eine alte chinesische Übungstechnik für Körper und Geist. Übersetzt heißt Qigong (sprich: Tschi Gung) »Pflege der Lebenskraft«. Die Ursprünge dieser meditativen Konzentrations- und Bewegungspraxis liegen im Dunkeln, man vermutet, dass sie zwischen 5000 bis 2000 Jahre vor Christus entstanden ist. Aus dem ursprünglichen Ziel des stillen Betrachtens entwickelte sich im Laufe der Zeit eine Vielzahl an meditativen körperlichen Übungen.

In die fließenden, ruhigen und organischen Bewegungen, die das Qigong kennzeichnen, sind Natur- und Tierbeobachtung ebenso eingegangen wie religiöse Vorstellungen, Kampfkunst, Heilkunde, Kenntnis der Energiebahnen und der Körpermechanik. Praktiziert wird Qigong entweder mit festen Bewegungsabfolgen oder in Form von vergleichsweise freien Dreh- und Schwingübungen.

Es gibt medizinisches, sportliches, meditatives und spirituelles Qigong und sogar stilles Qigong, das aus dem Taoismus hervorgeht, ganz ohne Bewegung auskommt und als »Eintreten in die Stille des Bewusstseins« gesehen wird. Bekannter sind heute die medizinischen und gesundheitsfördernden Formen, die auch westliche Ärzte gern als Begleittherapie empfehlen und Hochleistungssportler als mentales Training nutzen.

Im 20. Jahrhundert holte Mao Zedong in China die alten Übungen aus ihrer Nische und förderte zum einen das medizinische Qigong mit seinen Wurzeln in der chinesischen Medizin sowie das gemeinsame Üben der gymnastischen Form als morgendliches Ritual der chinesischen Bevölkerung, um die Volksidentität zu stärken. Das spirituelle Qigong wurde dagegen unterdrückt, dessen Meister verfolgt und umgebracht.

In jeder Form des Qigong geht es darum, die Se