Zur mobilen Webseite zurückkehren
Dieser Artikel stammt aus
Publik-Forum, Heft 13/2014
Wie kommt Gott ins Gehirn?
Die Erkenntnisse der Wissenschaft
Der Inhalt:

Wenn Menschen die Welt bewegen

von Christian Führer (†) vom 11.07.2014
Christian Führer, einer der politischsten Denker der evangelischen Kirche, ist tot. Wie wenige steht er für das revolutionäre Engagement der Menschen für eine humane Zukunft. Aus seiner Rede zum vierzigjährigen Bestehen von Publik-Forum

Menschen bewegen die Welt«: Da könnten wir ja im eigenen Haus, in der Kirche beginnen. Das Skandalon der Kirchentrennung, die im Jahr 1054 mit dem Bruch zwischen Rom und Byzanz die Trennung zwischen »Ost- und Westkirche« aus machtpolitischen Gründen, theologisch notdürftig bemäntelt, besiegelte, markierte die erschreckende Abkehr der Kirche von Jesus und seinem Evangelium.

Die Reformation vor 500 Jahren durch Martin Luther – der die Welt bewegte, einer, der glaubte, genügte – und das Zweite Vatikanische Konzil vor fünfzig Jahren haben auf je eigene Weise den Weg zu Jesus und damit zu einer im wahrsten Sinn des Wortes wieder glaubwürdigen Kirche geöffnet.

Dahinter gibt es kein Zurück. Ein Herr und ein Glaube verlangen auch eine Kirche. Keine Zeitverschwendung mehr mit verklausulierten gegenseitigen Erklärungen. Gelebte Einheit ist das Ziel. Ökumene jetzt!

Menschen bewegen die Welt: Das haben wir in erstaunlicher Weise in den 1980er-Jahren erleben dürfen! Revolutionen gab es schon viele, eine blutiger als die andere. Die Gefängnisse und Folterzellen waren immer voll, vor den Revolutionen und nach den Revolutionen wieder, nur die Insassen wechselten. Und nun das: eine Friedliche Revolution ohne Blutvergießen! Eine Revolution, die aus der Kirche kam, die die Alternative Jesu der Gewaltlosigkeit in die Handlungsmaxime »Keine Gewalt« übersetzte und auf der Straße konsequent praktizierte.

Eine Revolution, die in dem Ruf »Wir sind das Volk« ein Selbstbewusstsein freilegte, das nach Jahrzehnten der Einschüchterung und Angst niemand erwartete.

In den letzten Aufzeichnungen Erich Honeckers 1993 lautet einer seiner letzten Sätze: »Mein Gott, dass das alles so kam.« Ja ...

Die Friedliche Revolution. Einmalig in unserer deutschen Unheilsgeschichte. Ein Wunder biblischen Ausmaßes.

Im Jahre 2009, nach zwanzig Jahren, haben wir eine Stiftung gegründet: »Friedliche Revolution – wir gehen weiter!« Denn Menschen, die die Welt bewegen, die den Käfig des Status quo aufbrechen und im Sinne Jesu die Alternative suchen, werden auch in dieser Zeit und Gesellschaft dringend gebraucht!

Der zweite Teil der Friedlichen Revolution steht noch bevor! Nicht nur in Deutschland. Tiefgreifende Änderungen im Wirtschaftssystem sind nötig. Denn Finanz- und Wirtschaftssystem – wie

Wählen Sie Ihren Zugang und lesen Sie direkt weiter.

Digital-Zugang
  • Alle über 20.000 Artikel auf publik-forum.de frei lesen und vorlesen lassen
  • Die aktuellen Ausgaben von Publik-Forum als App und E-Paper erhalten
  • 4 Wochen kostenlos testen
Digital-Zugang für "Publik-Forum"-Print-Abonnenten
  • Ergänzend zu Ihrem Print-Abonnement
  • Alle über 20.000 Artikel auf publik-forum.de frei lesen und vorlesen lassen
  • Die aktuellen Ausgaben von Publik-Forum als App und E-Paper erhalten
  • 4 Wochen kostenlos testen