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Dieser Artikel stammt aus
Publik-Forum, Heft 13/2013
"Wir brauchen einen toleranten Islam"
Malis höchster Iman Mahmoud Dicko kämpft für seine Vision
Der Inhalt:

Einige Paten gibt es schon

von Maria Haberer vom 12.07.2013
Fairer Handel: Hilfe für Bio-Kaffee-Bauern in Mexiko

Alonso Velasco Guzmán ist Kleinbauer in Mexiko. Mit 44 anderen Familien lebt er im Nationalpark »Tierra Colorado« im Südosten des Landes. Seit Jahrzehnten leben die Ureinwohner in diesem Park und nutzen die waldbewachsene Landschaft als Anbaugebiet. Ihr Hauptprodukt: Bio-Kaffee.

Doch die Existenz der Gemeinde ist bedroht. Vor 23 Jahren wurde das Gebiet zum Naturschutzpark erklärt. »Jetzt will die Verwaltung uns vertreiben. Dabei ist das unsere Heimat, und wir bauen den Kaffee so an, dass weder Boden noch Pflanzen beschädigt werden«, erklärt Alonso Velasco Guzmán, ein Mann mit freundlichem Lächeln, die große Not der Bauern. Sie sind von der öffentlichen Versorgung abgeschnitten, haben keinen Strom, kein Wasser.

Deshalb haben sich die Bauern einer ökologischen Handelskooperative angeschlossen. In der Hoffnung, so ihre Situation verbessern zu können. Mit einem neuen Patenschaftsprojekt will nun die Gepa, eine Organisation für fairen Handel, diese Hoffnung erfüllen.

Seit 1975 setzt sich die Gepa, die Gesellschaft zur Förderung der Partnerschaft mit der Dritten Welt, europaweit für fair gehandelte Produkte aus den südlichen Ländern ein. Die Idee einer Kaffee-Patenschaft aber ist neu: »Wir wollen damit eine Brücke zwischen den Produzenten in Mexiko und den Verbrauchern in Deutschland schlagen«, erklärt Pressesprecherin Barbara Schimmelpfennig das Konzept. »Mit Patenschaften bietet die Organisation den Kaffeetrinkern hier die Möglichkeit, fair gehandelten Kaffee zu kaufen. Gleichzeitig wissen die Konsumenten, wo das Produkt herkommt und was mit ihrem Geld passiert.«

Der Gewinn des Kaffeeverkaufs wird in das Projekt »Zukunft pflanzen« investiert. Junge Kaffeebäume werden aufgezogen, um die Existenzgrundlage der Bauern langfristig zu sichern und sie vor der Vertreibung zu schützen. Der Aufschlag von fünf US-Dollar geht in ein Projekt, das den Bauern der »Tierra Colorado« wichtig ist. Zum Beispiel in Wellblechdächer. Damit kann die Gemeinde das Regenwasser sammeln und sich unabhängig versorgen.

Einige Paten gibt es schon. Silke Rottenberg zum Beispiel, langjährige Torhüterin der Nationalmannschaft, ist von dem Projekt begeistert. Genau wie eine Förderschule in Mönchengladbach. Die Lehrerin Andrea Behling hat sich dafür eingesetzt,

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