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Dieser Artikel stammt aus
Publik-Forum, Heft 10/2019
Die Kunst, den Kapitalismus zu verändern
Eine Annäherung in fünf Schritten
Der Inhalt:

Klimaschutz – ganz einfach

Anke Lobmeyer berät Menschen, die weniger Kohlendioxid verursachen wollen

Seit Schüler für konsequente Klimapolitik demonstrieren, denken viele Familien über die eigene Klimabilanz nach. Wie kann man sie verbessern? Hilft nur totaler Verzicht – etwa auf Fleisch, Flugreisen und das Auto? »Nein«, sagt Anke Lobmeyer. Die gebürtige Schwäbin und Ökonomin aus Berlin hat ein Konzept entwickelt, mit dem jeder zum Klimaschützer werden kann. »Climate Couching« heißt ihre Idee, »Klimaschutz vom Sofa aus«, oder: Klimaschutz ohne Stress und schlechtes Gewissen. Im »Couching« steckt auch der Begriff Coaching, also Training, denn Anke Lobmeyer gibt auf ihrer Homepage climate-couching.com Tipps für den Alltag. Sie bietet Workshops an oder spricht im Kindergarten darüber, wie man einen Kindergeburtstag ohne Müll organisiert.

»Man muss sein Leben nicht komplett umkrempeln«, sagt sie. Anke Lobmeyer verzichtet nicht völlig auf Fleisch. Denn sie weiß: Ein Kilo Wintertomaten aus dem Gewächshaus schneidet bei der CO2-Bilanz nicht viel besser ab als ein Kilo Rindfleisch, Butter sogar schlechter. »Es gilt, intelligent vorzugehen. Wenn ich für die tägliche Stadtfahrt von bis zu drei Kilometern das Rad nutze und das Auto stehen lasse, kann ich schon 2,5 Kilogramm klimaschädliches Kohlendioxid im Jahr sparen.«

Anke Lobmeyer rät zum Umstieg auf Ökostrom und zu sparsamem Heizen: »Eine energetische Sanierung der eigenen Wohnung bringt für das Klima mehr als ein veganer Lebensstil.« Die wahren Klimafallen lauern woanders. Von den rund zwölf Tonnen CO2, die jeder Bundesbürger pro Jahr produziert, entfallen mehr als zwei Tonnen aufs Heizen, zwei Tonnen auf die Ernährung und nur eine Tonne auf den Stromverbrauch. Eine konventionelle Geldanlage in Höhe von 10 000 Euro schläg