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Die Zukunft hat schon begonnen

vom 22.05.2009
Krise? Welche Krise? Das fragen Unternehmen, die schon heute so wirtschaften, wie es morgen notwendig ist. Vier Beispiele

Vorstand und Betriebsrat wünschen sich auch künftig Wachstum. Allerdings nur, wenn damit auch die Lebensqualität der Mitarbeiter und die Umwelt nachhaltig verbessert werden. Britta Erlemann

 

Bier brauen - und noch mehr
Um Bier zu brauen, braucht es Gerste, Hopfen und Wasser - und eine Menge Energie. Im Brauprozess werden die Sudkessel auf Temperatur gebracht, die Gebäude im Winter geheizt, das Bier in Lastwagen in den Handel und zu Gaststätten transportiert. Vor 15 Jahren beschloss Gottfried Härle, der Chef der Brauerei Clemens Härle in Leutkirch im Allgäu, den CO2-Ausstoß seiner Brauerei zu reduzieren. Mit Erfolg: Inzwischen wird Härle-Bier klimaneutral gebraut. Die Umstellung auf erneuerbare Energien begann damit, die zwölf Lastwagen und vier Pkws der Brauerei mit Biodiesel zu betanken. Seit vergangenem Jahr versorgt eine Feuerungsanlage für Holzhackschnitzel die Brauerei mit Wärme und Prozessenergie. Die Brauerei bezieht Strom ausschließlich aus erneuerbaren Energiequellen. Außerdem betreibt sie auf dem Betriebsgelände drei Fotovoltaik-Anlagen.

Die Brauerei bietet derzeit ein Bio-Bier und ein Bio-Erfrischungsgetränk an. Eine komplette Umstellung auf Bio-Produkte ist nicht drin: »Wir können immer nur so weit gehen, wie die Kunden mitgehen«, erläutert Härle. »Und Bio-Gerste ist doppelt so teuer wie konventionell erzeugte.« Ökologisch wirtschaften heißt für den 55-Jährigen, regional zu handeln: Gerste, Weizen und Hopfen bezieht die Brauerei, wenn irgend möglich, aus der Region. Und das Bier wird nur im Umkreis von fünfzig Kilometern ausgeliefert.

Gottfried Härle lässt sich bei der Leitung des Familienunternehmens mit dreißig Angestellten nicht nur von ökologischen Gesichtspunkten leiten, sondern auch von sozialen: Kontinuierlich bildet der Betrieb zwei Auszubildende aus. Alle Mitarbeiter werden am Gewinn des Unternehmens beteiligt. Die Ausschüttungen werden auf Betriebs-Sparkonten festgelegt und erst bei Eintritt in die Rente ausbezahlt. So befindet sich mittlerweile rund zwanzig Prozent des Unternehmenskapitals in Mitarbeiterhand. Barbara Tambour

 

Grüne Mode - fair gehandelt
»Cool« sollten die Klamotten sein, aus Bio-Baumwolle und fair gehandelt. Der Stuttgarter Markus Beck fand nichts, was seinem Geschmack entsprach. Da gründete er sein eigenes Mode-Label Greenality. Das war vor etwas mehr als einem Jahr. Im Somme

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