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Dieser Artikel stammt aus
Publik-Forum, Heft 9/2014
Europa, aber richtig
Gegen die Zerstörung eines einzigartigen Projekts. Ein Plädoyer
Der Inhalt:

»Endlich abschaffen!«

von Timo Rieg vom 09.05.2014
Kirchenvorstände in den evangelischen Gemeinden werden gewählt. Doch mit Demokratie haben diese Wahlen nichts zu tun. Ein Zwischenruf
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Wahlen garantieren noch lange keine Demokratie. Kirchenvorstandswahlen konterkarieren sogar die demokratische Idee. Sie sorgen weder für Chancengleichheit noch für bestmögliche Entscheidungen. Stattdessen verhindern sie Partizipation.

Zunächst: In vielen evangelischen Gemeinden wird gar nicht gewählt. Zum Beispiel in Westfalen. Wo genau so viele Kandidatinnen und Kandidaten gefunden werden, wie es zu besetzende Plätze im Presbyterium gibt, werden die Gefundenen einfach zu Kirchenvorstehern ernannt. Diese Passgenauigkeit gibt es erstaunlich oft; bei den letzten Wahlen in der westfälischen Landeskirche war dies in 73 Prozent der Gemeinden der Fall. In der Mehrzahl der Kirchengemeinden berufen also de facto Pfarrer und Alt-Presbyter die Schar derer, die in den nächsten vier Jahren alle Entscheidung