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Dieser Artikel stammt aus
Publik-Forum, Heft 8/2015
Mitten unter uns
Sklaverei ist längst nicht ausgestorben
Der Inhalt:

»Ich kämpfe für die Würde der Mädchen«

von Franziska Biederer vom 24.04.2015
Die Ärztin Reginamaria Eder hilft gemeinsam mit Freundinnen jungen Frauen in Kamerun aus der Elends-Prostitution

Ich setze mich für Mädchen ein, die durch Armut in die Prostitution gezwungen werden. Das tue ich ehrenamtlich. Beruflich kämpfe ich seit Jahrzehnten für ein gutes Gesundheitssystem in Kamerun und der Zentralafrikanischen Republik, als Fachärztin für Public Health, für Volksgesundheit. Auf die Armutsprostitution wurde ich 1998 aufmerksam: Meine Freundin Patience Molle Lobe kam nachts von einer Hochzeit nach Hause, als sie eine Dreizehnjährige sah, die an der Straße auf Freier wartete. Patience war geschockt. Sie nahm das Mädchen spontan auf. Das öffnete uns die Augen dafür, dass in der Millionenstadt Douala an vielen Ecken Kinder und Jugendliche stehen, die aus Not ihren Körper feilbieten. Wir waren betroffen. Zugleich fühlten wir uns ohnmächtig: Was können wir paar Frauen schon tun? Doch kurz darauf hatten wir ein Schlüsselerlebnis.

Wi

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