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Dieser Artikel stammt aus
Publik-Forum, Heft 7/2013
Tödliche Hetze
Sozialethiker Friedhelm Hengsbach: »Wir brauchen Zeitrebellen«
Der Inhalt:

Grenzen des Wachstums

vom 12.04.2013

Zu: »Wohin denn noch?« (5/13)

Mit großer Zustimmung habe ich Ihren Artikel gelesen. Leider verhallen Stimmen wie die Ihre in der Regel ohne umfassende Resonanz in der Öffentlichkeit. Um dies zu ändern, müsste man in vielfacher Weise aktiv werden, etwa durch Druck auf die Parteien und Politiker, die praktisch alle der Wachstumsideologie anhängen, durch Teilnahme an Diskussionsforen und gezielte überregionale Aktionen. Eine solche bundesweite Aktion könnte ein Aufruf zum Boykott von Plastiktüten und Plastikbechern sein. Die kostenlose Plastiktüte, die nach Gebrauch im Abfalleimer landet, ist wie die überall herumliegenden Plastikbecher der Fast-Food-Restaurants ein allgegenwärtiges Symbol unserer Wegwerfgesellschaft. Ich kenne ein Land in Afrika, Ruanda, das als Maßnahme gegen Umweltverschmutzung die Plastiktüte rundweg verbietet. Warum sind wir, die wir uns eine Spitzenstellung in Sachen Umweltschutz zugute halten, nicht in der Lage, ebenso zu handeln? Es dürfte für unsere Ingenieure und Techniker ein Leichtes sein, aus organischen Abfällen ein biologisch abbaubares Verpackungsmaterial zu entwickeln. Es fehlt meines Erachtens nur der politische Wille.

Heinrich Negele, Tübingen

Seit 1972 veröffentlicht der Club of Rome alle ein bis zwei Jahre eine Studie, in der die Gefahren des unbegrenzten Wachstums innerhalb des begrenzten Systems Erde offengelegt werden. Seit den 1970er-Jahren blicken wache »Propheten« in das Medusenantlitz einer Gefahr, die das Ende der kulturellen Menschheit unabweislich heraufzuführen begonnen hat. Und was ist das Resultat dieser Mahnungen? Weder Kirchen noch Wirtschaftsverbände noch die Politik konnten sich und können sich entschließen, in dieses Medusenantlitz zu sehen und die Konsequenzen daraus zu ziehen. Munter bewerben wir weiterhin unsere Konsumenten mit immer neuen, komplizierteren und scheinbar unverzichtbaren Erzeugnissen mit dem einzigen Ziel, auch die Produktionen und die Vermüllung dieser Massenwaren ins Unendliche weiter wachsen zu lassen. Bis zur Katastrophe.

Gerhard Loettel, Magdeburg

Jedem Wachstum ist Ende und Tod immanent, soweit Materie betroffen ist. Also seien wir doch möglichst viele, die miteinander am Wachsen ideeller Werte arbeiten: Einsicht und Mitgefühl, Bescheidenheit und

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