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Auf der Spur der Fahrradpilger

Immer mehr Kirchen laden Velo-Wanderer zur Rast ein
von Christoph Strack vom 09.04.2010
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Manchmal staunt Richard Perner: »Da bin ich sprachlos, was die Leute an Anliegen in unser Gästebuch reinschreiben.« Seit sieben Jahren ist der 48-Jährige katholischer Pfarrer in Tangermünde, einem 10 000-Einwohner-Städtchen an der Elbe nördlich von Magdeburg. Die Pfarrkirche Zur Heiligen Dreifaltigkeit dient auch als Radfahrer- oder Radwegekirche. Seit März ist sie Teil eines neuen Netzes von offenen Kirchen am Elberadweg in Sachsen-Anhalt. Längst ist der Elberadweg für Radtouristen ein Muss; seit 2005 kürt ihn der Allgemeine Deutsche Fahrrad-Club Jahr für Jahr zum beliebtesten Fernradweg Deutschlands. Mehrere Hunderttausend Radler jährlich sind hier unterwegs. Künftig bieten ihnen 21 evangelische und vier katholische Gotteshäuser offene Türen und Rast, gelegentlich auch ein Übernachtungsquartier. Dazu zählen Dorfkirchen, aber auch der Magdeburger Dom oder die zum Weltkulturerbe zählende Stadtkirche in der Lutherstadt Wittenberg.

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