Ein polemischer Liberaler
Als Chefredakteur der Gütersloher Schülerzeitung Pennäler kommentierte Friedrich Wilhelm Graf in den 1960er-Jahren das politische Zeitgeschehen von den Ostverträgen bis zum Vietnam-Krieg. Die Begeisterung fürs Schreiben war so ausgeprägt, dass ihm zunächst ein beruflicher Werdegang als Journalist vorschwebte. Das Studium der Theologie, Philosophie und Geschichte band Graf dann bis heute an die Universität; dem Journalismus ist er trotzdem treu geblieben. Wie kaum ein anderer deutscher Theologe macht er sich als Feuilletonist in der Süddeutschen wie in der Frankfurter Allgemeinen als seinen Hausblättern regelmäßig Gedanken zur Lage der Kirche. In Buchform gesammelt und überarbeitet hat er sie jetzt unter dem anklagenden Titel »Kirchendämmerung – Wie die Kirchen unser Vertrauen verspielen«.
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