Zur mobilen Webseite zurückkehren
Schriftgröße ändern:

Die Zeitschrift, die für eine bessere Welt streitet ...Ausgabe lesen

kritisch • christlich • unabhängigzur aktuellen Ausgabe

 
Dieser Artikel stammt aus
Publik-Forum, Heft 3/2011
Mutbürger
Plädoyer für einen radikalen Kulturwandel
Der Inhalt:

Grüne Propaganda

VW kündigt das Einliterauto an – mal wieder

Es ist jetzt 18 Jahre her, seit der damalige Volkswagen-Chef Ferdinand Piëch groß verkündete: »Nach dem Dreiliterauto kommt das Einliterauto.« 2002 wurde dann das Einliterauto der Öffentlichkeit präsentiert – aber kaufen konnte man es immer noch nicht. Sogar die Produktion des Dreiliterautos »Lupo« wurde vor einigen Jahren wieder eingestellt. Beide Spar-Autos stehen heute im Museum in Wolfsburg. Das hilft dem Klima und der Umwelt gar nichts.

Doch jetzt hat Volkswagen schon wieder mit einer vollmundigen Erklärung und einer schicken Präsentation die Öffentlichkeit überrascht. Ausgerechnet im Ölscheichtum Katar wurde die neueste Version eines Einliterautos vorgestellt. Und alle Zeitungen zeigen das neue Super-Öko-Auto. Schaut her, was unsere Techniker alles können, lullt Volkswagen wieder einmal die Öffentlichkeit ein. Nichts scheint wichtiger als ein gutes Marketing.

Beeindruckend ist der neue XL1 durchaus. Das Hybrid-Auto kombiniert einen Benzin- mit einem Elektromotor. Es soll 35 Kilometer rein elektrisch fahren, ist aus Leichtmetall gebaut und verbraucht nach Angaben von Volkswagen nur 0,9 Liter Benzin auf hundert Kilometer. Die Sparlimousine bläst nur 24 Gramm Kohlendioxid pro Kilometer in die Luft. Das ist noch ein Siebtel dessen, was ein deutscher Pkw sonst im Schnitt rauspustet.

Viele Umweltfreunde jubeln jetzt wieder: Das Öko-Auto ist da! Das ist richtig, und die Freude ist verständlich. Nur: Man kann es immer noch nicht kaufen. VW sagt: Ab 2013 geht der XL1 in Serie. Doch wer hartnäckig nachfragt, erfährt, dass pro Jahr nur 300 Stück gebaut werden sollen. Zwanzig Jahre Ankündigungen – und dann dieses Ergebnis, wenn überhaupt. Das kling