Zur mobilen Webseite zurückkehren
Dieser Artikel stammt aus
Publik-Forum, Heft 2/2012
Wenn Gott nicht eingreift
Theologen suchen neue Antworten
Der Inhalt:

Die Stadtfüchse sind unterwegs

von Klaus Adamaschek vom 04.05.2012
Ein Öko-Projekt für benachteiligte Kinder

Die Stadtfüchse – ein Umweltprojekt für sozial benachteiligte Kinder – zieht nach dem ersten Jahr eine erfolgreiche Bilanz: Über 300 Kindern von Kassel bis Köln bescherte ihre Umweltklassenfahrt in das Ökologische SchullandheimLicherode unvergessliche Erlebnisse. Statt Computer, Handy und Co. erwartete die Grundschüler eine Woche Natur pur. Ermöglicht wurde die Teilnahme an dem Stadtfüchse-Programm durch Spenden von sozial engagierten Unternehmen. Das Umweltprojekt des Schullandheims initiierte im ersten Jahr über zehn Partnerschaften zwischen Grundschulen und Unternehmen in Hessen und Nordrhein-Westfalen, 2012 wird es fortgesetzt.

Kinder aus sozialen Brennpunkten lernen hier auf spielerische Art, wie eine nachhaltige und gesunde Lebensweise aussehen kann. Ob Bio-Essen oder durch den Wald streifen – ökologische Zusammenhänge werden zum Anfassen erfahrbar: wie gut regional-biologische Kost schmeckt, wie die hauseigenen Schafe riechen und was man aus ihrer Wolle alles machen kann. Das Projekt Stadtfüchse begeisterte nicht nur die Kinder, sondern überzeugte 2011 auch viele Unternehmen, die gerne die Gelegenheit nutzten, konkret in ihrer Stadt soziales Engagement zu zeigen.

Gerade für Kinder aus sozial eher benachteiligten Familien gehörten Naturerlebnisse und regelmäßige gesunde Mahlzeiten in Gemeinschaft nicht zum Alltag. Aber für viele Eltern ist eine Klassenfahrt nach Licherode, das etwa vierzig Kilometer von Kassel entfernt liegt, zu teuer. Dank der Unterstützung von regionalen Sponsoren, die die Hälfte der Kosten übernehmen, kommen auch diese Kinder aus sozialen Brennpunkten in den Genuss einer Naturerlebniswoche. Ziel ist es, dauerhafte Patenschaften zwischen Schulen und regionalen Unternehmen zu initiieren. Der regionale Schwerpunkt liegt auf Ballungszentren in Hessen und Nordrhein-Westfalen, insbesondere im Rhein-Main-Gebiet und im Ruhrgebiet.

Das Ökologische Schullandheim im nordhessischen Dörfchen Alheim-Licherode ist eines der bundesweit führenden Umweltbildungszentren. Seit 1995 verbringen hier jährlich fast 3000 Kinder im Alter von acht bis zwölf Jahren und über 500 Lehrkräfte Umweltbildungswochen und Fortbildungsseminare. Licherode wird von einem gemeinnützigen Verein getragen und finanziert sich weitgehend aus eigener Kraft. Der Trägerverein beschäftigt 24 Mitar

Wählen Sie Ihren Zugang und lesen Sie direkt weiter.

Digital-Zugang
  • Alle über 20.000 Artikel auf publik-forum.de frei lesen
  • Die aktuellen Ausgaben von Publik-Forum als App und E-Paper erhalten
  • 4 Wochen kostenlos testen
Digital-Zugang für "Publik-Forum"-Print-Abonnenten
  • Ergänzend zu Ihrem Print-Abonnement
  • Alle über 20.000 Artikel auf publik-forum.de frei lesen
  • Die aktuellen Ausgaben von Publik-Forum als App und E-Paper erhalten
  • 4 Wochen kostenlos testen