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Dieser Artikel stammt aus
Publik-Forum, Heft 1/2015
Die bedrohte Demokratie
Der Inhalt:

Buch des Monats: Das Gesicht des Wandels

von Norbert Copray vom 16.01.2015
Was den »Global Change« ausmacht und wie er sich auswirkt

Rüdiger Glaser
Global Change
Das neue Gesicht der Erde. 224 Seiten. 49,90 €

Der globale Wandel, der »Global Change«, ist inzwischen in vielen Ländern der Erde deutlich spürbar geworden. Da sind zum Beispiel die Folgen eines weltweiten Klimawandels, der das Wetter laut Weltbank in vielen Zonen der Welt durch Hitzewellen und den Anstieg des Meeresspiegels extremer werden lässt. Da sind Hungersnöte, Territorialkämpfe, Seuchen und Flüchtlingstrecks. Saubere Luft, sauberes Trinkwasser und unbelastete Böden sind schon jetzt für die meisten Menschen kaum erreichbar. Und die überstrapazierte Erde gibt »Feedback«: Da sind zerfallende Staaten und der Terrorismus. Es gibt Gesellschaften, die »über die finanziellen, technischen und handelspolitischen Möglichkeiten« verfügen, »um die ›schmutzigen Teile‹ ins Ausland zu verlagern«.

Das ist nur ein Ausschnitt aus dem Ausgangsszenario des Werkes »Global Change«, das Rüdiger Glaser, Professor für Physische Geografie am Institut für Umweltwissenschaften und Geografie in Freiburg, verfasst hat. Hier wird der globale Wandel »als das Räderwerk im komplexen sozial-ökologischen System der Erde« erkennbar. In seinem großformatigen und reich bebilderten Band geht es jedoch nicht um Panikmache. Der Autor will vielmehr verdeutlichen: »Es gibt gute und richtige (Fort-)Schritte im Bereich der wissenschaftlichen Erkenntnis, in neuen Kooperationen zwischen Wissenschaft und Politik, der Umweltbewegung im Konnex von Menschenrechten sowie der Umsetzung der Charta der Vereinten Nationen.«

Glaser nennt die Verursacher und die Betroffenen, die Verlierer und Gewinner, »die am meisten Verwundbaren und die Widerstandsfähigsten«. Die Relation zwischen beiden Seiten sei das, was den Globus zeitlich und räumlich umspanne. Es handle sich um ein Netzwerk, das gleichermaßen zur Ausbeutung wie zur Solidarität gebraucht werde.

Der Autor analysiert ferner die »großen Treiber« des globalen Räderwerks, von der Bevölkerungsentwicklung bis zur hyperaktiven Computerwelt. Sorgfältig belegt er seine Beobachtungen und Analysen mit vielen Fakten und Studien. Er wägt die Frage ab, ob wir den Global Change und seine Ausdrucksformen angemessen unter Risikoaspekten betrachten und die Widerstandskraft des Systems Erde ausreichend mitbedenken.

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