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Zölibat
Die Kirche verliert einen klugen Priester – wieder einmal

Andreas Unfried war mit Leib und Seele Pfarrer. Nun heiratet er seine Partnerin. Als Gemeindemitglied freue ich mich für ihn – und bin traurig über den Reformunwillen meiner Kirche.
von Michael Schrom vom 25.08.2026
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Priester mit Leib und Seele: Nach 37 Jahren im Dienst scheidet Andreas Unfried aus dem Amt aus, um zu heiraten. (Foto: privat)
Priester mit Leib und Seele: Nach 37 Jahren im Dienst scheidet Andreas Unfried aus dem Amt aus, um zu heiraten. (Foto: privat)

Es fühlt sich an, als würde ich einen Nachruf schreiben. Dabei ist es doch ein Grund zur Freude, wenn zwei Menschen heiraten wollen und die Liebe das letzte Wort hat. Vielleicht sollte ich diesen Text gar nicht schreiben, weil die Liebe zwischen zwei Menschen niemanden etwas angeht, ich das Paar nicht kenne und überdies befangen bin. Als Mitglied des Pfarrgemeinderats St. Ursula in Oberursel war ich dabei, als »unser« Pfarrer Andreas Unfried unvermittelt am letzten Wochenende seinen Amtsverzicht erklärte – nach 37 Dienstjahren, im Angesicht des Limburger Bischofs Georg Bätzing, der gekommen war, um an einem Zukunftsworkshop teilzunehmen.

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