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Franz von Assisi und die Katharer
Gleiche Fragen, andere Wege

Der Kreuzzug gegen die Armutsbewegung gehört zum Schlimmsten, das Christen einander angetan haben. Er geschah zur selben Zeit, in der Franz von Assisi zum Heiligen erklärt wurde. Aber warum?
von Daniela Müller vom 26.09.2026 Vorgelesen von einer künstlichen Stimme.
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Kreuzzug gegen Christen: Rittertruppen, vom Papst gerufen, vertreiben Katharer aus Carcassonne. Aus einer französischen Handschrift des 14. Jahrhundert. (Foto: pa/akg-images/british Library)
Kreuzzug gegen Christen: Rittertruppen, vom Papst gerufen, vertreiben Katharer aus Carcassonne. Aus einer französischen Handschrift des 14. Jahrhundert. (Foto: pa/akg-images/british Library)

Es gibt Epochen, in denen Menschen spüren, dass die vertraute Ordnung ihres Lebens nicht mehr trägt. Eine solche Zeit war das ausgehende 12. und beginnende 13. Jahrhundert. Alte Gewissheiten brachen weg, Fernhandel, aufblühende Städte und neue Bildungswege eröffneten neue, ungeahnte Möglichkeiten. Die Kirche erschien vielen Zeitgenossen zunehmend in Besitz, Einfluss und gesellschaftlichem Erfolg verstrickt. Nicht wenige – Einzelne wie Gruppierungen – suchten deshalb nach einem anderen, evangeliumsgemäßen, glaubwürdigen Leben in der Nachfolge Christi.

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