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Kardinal Faulhaber und seine Tagebücher
Der Kardinal und die Nazis

Öffentlich schwieg er zum Holocaust, im Verborgenen setzte er sich für getaufte Juden ein: Die Tagebücher von Michael Faulhaber zeigen ihn als ambivalente Figur – und machen klar, was katholische Würdenträger über die NS-Gräuel wussten.
von Hubert Wolf , Matthias Daufratshofer vom 15.08.2026 Vorgelesen von einer künstlichen Stimme.
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Michael Kardinal von Faulhaber, Erzbischof von München und Freising zwischen 1917 und 1952. (Foto: pa/SZ Photo)
Michael Kardinal von Faulhaber, Erzbischof von München und Freising zwischen 1917 und 1952. (Foto: pa/SZ Photo)

A m 28. Januar 1943 notiert Kardinal Michael Faulhaber in sein Tagebuch: »Legationsrat Knoch: gegen die furchtbaren Judenmorde öffentlich auftreten. Respondeo: Also den Gefallen tun und den Vorwurf vom Dolchstoß wieder auffrischen. Das Schwere ist, dass dann andere, vielleicht Generalvikar leiden müssen.«

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Schlagwörter: Hubert Wolf Judenverfolgung
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