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Das Kartenhaus der Ängste

Wie namhafte Autoren aus Europa und den USA gegen Krieg, Terror und Seelennot schreiben
von Friedrich Schorlemmer vom 19.12.2003 Vorgelesen von einer künstlichen Stimme.
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Tiefe Beunruhigung hält mich in ihrem Bann. Wie besessen lese ich alles, was Ursachen, Hergang und Konsequenzen des 11. September betrifft. Doch je mehr ich lese, desto deutlicher steht mir vor Augen, mit welcher Verletzbarkeit unsere offenen Gesellschaften leben müssen und welches Kartenhaus der Täuschungen aufgebaut wurde. Die Ungreifbarkeit der Gefahr, die Instrumentalisierung der Angst, die Hysterisierung als Legitimierung eines Enduring War samt Rückfall in archaische Denk-, Gefühls- und Handlungsmuster addieren sich zu einer existenziellen Verunsicherung. Doch woher kommt dieser Hass, diese Destruktion, dieser Fanatismus? Walter Laqueur macht klar, dass Terrorismus kein neues Phänomen, aber in der Lage ist, die ganze Welt durcheinander zu bringen. Von seinen »Analysen des Terrorismus« als globaler Herausforderung (1977/1987!) bis Bruce Hoffmanns »Terrorismus. Der unerklärte Krieg« (1998/2002) reichen die Warnungen vor einem neuen Zeitalter des Terrorismus sowie vor der Illusion, es gäbe irgendeinen zuverlässigen Schutz.

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