Großer Druck im Kessel
So viel Selbstkritik überrascht. Sie verdient Anerkennung. Die katholischen deutschen Bischöfe – wirklich alle? – bekennen ihre Mitschuld am Glaubwürdigkeitsverlust ihrer Kirche. Sie stellen sich – wirklich alle? – dem Vorwurf, das veränderte Leben der Gläubigen nicht wahrgenommen zu haben, zu sehr als Wissende und (Be-)Lehrende aufzutreten. Sie wollen – wirklich alle? – offen und ehrlich zuhören, was die Katholiken bewegt. Denn, so Robert Zollitsch, der Vorsitzende der Bischofskonferenz, während der Herbstvollversammlung: »Die Menschen haben sich geändert, auch die Katholiken ... Ihr Leben und ihr Zusammenleben, ihre Bindungen und ihre Bindungsbereitschaft sind anders geworden.«
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