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Der Querdenker

Tomas Halik ist Soziologe, Psychotherapeut und Priester – und ein unbequemer Mahner der tschechischen Gesellschaft
von Alexander Brüggemann vom 08.10.2010
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Er ist Soziologe, an der Prager Karlsuniversität hat er den Lehrstuhl des einstigen Staatsgründers Tomas Masaryk inne. Er ist Schriftsteller, Träger eines der höchsten Literaturpreise seines Landes. Und Tomas Halik ist katholischer Priester, zurzeit Rektor der Prager Universität. Wäre da nicht dieser vermeintliche Makel des Priestertums in der säkularisierten Tschechischen Republik, der 62-Jährige hätte im Jahr 2003 vielleicht sogar ihr Staatspräsident werden können – als Nachfolger und Wunschkandidat seines Freundes Vaclav Havel. Kürzlich erhielt Tomas Halik den mit 10 000 Euro dotierten Romano-Guardini-Preis 2010 der Katholischen Akademie in Bayern »für hervorragende Verdienste um die Interpretation von Zeit und Welt auf allen Gebieten des geistlichen Lebens«.

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