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Eine heilige Kuh soll ins Schlachthaus

Hartnäckig: Der »Verein zur Umwidmung der Kirchensteuer« streitet für alternative Modelle der Kirchenfinanzierung
von Hartmut Meesmann vom 06.10.2000 Vorgelesen von einer künstlichen Stimme.
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Hartnäckig verfolgt er sein Ziel. Doch Erfolg hat der Verein zur Umwidmung der Kirchensteuer bislang nicht gehabt. Doch was heißt schon Erfolg? »Bewusstseinsveränderungen brauchen eben Zeit«, sagt Friedrich Halfmann, Lehrer für Politik und Religion aus Haltern, zweiter Vorsitzender des Vereins. Er und die Essener katholische Theologin Magdalene Bußmann, die erste Vorsitzende, führen, ja prägen den Verein seit nunmehr zehn Jahren. Die »heilige Kuh Kirchensteuer«, so Halfmann, will man abgeschafft sehen. »Wir wollen ein System der Kirchenfinanzierung auf freiwilliger Basis und keine Zwangsabgabe«, sagt Magdalene Bußmann. Sie regt sich darüber auf, dass Pfarrer hingehen und die Taufe von Kindern verweigern, nur weil der Vater die Kirchensteuer nicht bezahlen will oder aus finanziellen Gründen nicht bezahlen kann. »Solche Fälle gibt es immer wieder«, klagt Bußmann, »sie zeigen, dass das Problem Kirchensteuer theologisch überhaupt nicht aufgearbeitet ist.« »Wie können die Kirchen nur die Spendung der Sakramente an die Kirchensteuer knüpfen?«, fragt die Theologin kopfschüttelnd.

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