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Im Bilde
Porträts gegen das Vergessen

Warum zeichnet eine iranische Künstlerin im Exil Gesichter von Frauen auf Kaffeefilter?
von Birgit-Sara Fabianek vom 22.09.2026 Vorgelesen von einer künstlichen Stimme.
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Mit diesen Frauen würde sie gern einen Kaffee trinken, sagte sich Ghazal Abdollahi. (Foto: Ghazal Abdollahi)
Mit diesen Frauen würde sie gern einen Kaffee trinken, sagte sich Ghazal Abdollahi. (Foto: Ghazal Abdollahi)

Ein Kaffeefilter hält vier Minuten: füllen, aufgießen, wegwerfen. Die iranische Exilkünstlerin Ghazal Abdollahi dagegen zeichnet Gesichter auf das Papier, das sonst im Müll landet: Frauen aus iranischer Haft und geflüchtete Frauen aus anderen Ländern, so wie sie selbst. Die Idee kam ihr, als ihre Mutter, eine Fotojournalistin und Frauenrechtlerin, Fotos von inhaftierten Frauen schickte. Abdollahi dachte: Mit diesen Frauen würde ich gern einen Kaffee trinken. In einer freien Welt. Abdollahi ging während der »Frau, Leben, Freiheit«-Proteste selbst auf die Straße, geriet ins Visier der Behörden und floh. Seit Ende 2022 lebt sie in Berlin. Kaffee trinkt man gern in Gesellschaft, um sich auszutauschen. Genau das fordern ihre Bilder heraus.

Dieser Artikel stammt aus Publik-Forum 18/2026 vom 25.09.2026, Seite 2
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Schlagwörter: Frauen Freiheit Iran Kaffee Kunst
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