Leserbrief
Zwischen Liebe und Amt
Pfarrer Andreas Unfried ist einer von vielen, die die innere Spannung nicht mehr aushalten konnten. Das Zölibat ist biblisch »das goldene Kalb« des römischen Klerikalismus. Wenn es doch gelänge, den regionalen Bischofskonferenzen mehr Befugnisse zu geben, die Zulassungsbedingungen zum Priesteramt situationsgerecht zu bestimmen! Albert Pichler, publik-forum.de
Als verheirateten Priester haben mich diese Zeilen sehr berührt und betroffen gemacht. Ein Momentum war in »meiner Laufbahn« bedeutsam: Nach einem Jugendgottesdienst kam ein Jugendlicher auf mich zu und sagte: »Danke für deine großartige Predigt! Aber so kann nur jemand sprechen, der in einer Beziehung lebt.« Diese Rückmeldung hat meine Entscheidung in Richtung Ehe beschleunigt. Mein Abschied von der zölibatären Lebensform hatte ein beglückendes Gefühl von Freiheit zur Folge. Nach Jahren in Ehe und Familie schätzte ich mich für diesen Beruf wesentlich qualifizierter als je zuvor. Und solche Leute kann die Kirche angeblich nicht mehr brauchen. Franz Sageder, Saaldorf
Was zusammen gehört, soll Gott nicht trennen. Ein Pastor hat die Liebe Gottes und zu einer Frau gefunden. Traditionelle Regeln haben sich überlebt. Die Kirche darf nicht stehen bleiben, wir leben im Hier und Jetzt. Das zählt! Thomas Bartsch-Hauschild, publik-forum.de

