Franz von Assisi und die Katharer
Gleiche Fragen, andere Wege
Es gibt Epochen, in denen Menschen spüren, dass die vertraute Ordnung ihres Lebens nicht mehr trägt. Eine solche Zeit war das ausgehende 12. und beginnende 13. Jahrhundert. Alte Gewissheiten brachen weg, Fernhandel, aufblühende Städte und neue Bildungswege eröffneten neue, ungeahnte Möglichkeiten. Die Kirche erschien vielen Zeitgenossen zunehmend in Besitz, Einfluss und gesellschaftlichem Erfolg verstrickt. Nicht wenige – Einzelne wie Gruppierungen – suchten deshalb nach einem anderen, evangeliumsgemäßen, glaubwürdigen Leben in der Nachfolge Christi.
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Daniela Müller ist emeritierte Professorin für Kirchengeschichte und Kirchenrecht. Sie lehrte an der Universität Nijmegen. Ihr Buch über die »Katharer des Nordens« ist im Herder-Verlag erschienen.

