Gemeinsam Berge versetzen
Ohne dass ein Wandel des Bewusstseins stattfindet, kann unsere Erde nicht zum Besseren verändert werden - beim Einzelnen und in der Öffentlichkeit. Dies zeigen alle geschichtlichen Erfahrungen. Was Krieg und Frieden, Wirtschaft und Umwelt angeht, hat sich bereits ansatzweise gezeigt, dass in den letzten Jahrzehnten trotz vieler Rückschläge auch grundlegende positive Veränderungen stattfanden. Sicher ist, dass es kein Überleben der Menschheit geben wird, ohne dass ein gemeinsames Menschheitsethos, ein alle verbindendes und für alle verbindliches Weltethos, entsteht. Das heißt, jeder Einzelne hat nicht nur eine unverletzliche Würde und unveräußerliche Rechte; er hat auch eine persönliche Verantwortung für all das, was er tut und unterlässt. Unser Versagen und Scheitern hat Konsequenzen, wie auch jede Form der Versöhnung. Es gilt, diese Verantwortung wachzuhalten, zu vertiefen und an künftige Generationen weiterzugeben. In der vierten »Weltethos-Erklärung« heißt es im Schlussappell: »Wir plädieren für einen individuellen und kollektiven Bewusstseinswandel, für ein Erwecken unserer spirituellen Kräfte durch Reflexion, Meditation, Gebet und positives Denken, für eine Umkehr der Herzen. Gemeinsam können wir Berge versetzen.« Doch ohne Risiken und Opferbereitschaft kann es zu keinem grundlegenden Wandel unserer Situation kommen.
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