Katholische Bischofskonferenz
So rollt das Rad zurück
Als die veränderungsmüden katholischen Bischöfen im Frühjahr Heiner Wilmer zu ihrem Vorsitzenden wählten, wollten sie vor allem eins: Ruhe. Die fünfjährigen harten und offenen Debatten im Synodalen Weg hatten Verletzungen bei Reformern wie Beharrern zurückgelassen, am Ende stand aber doch ein deutliches gemeinsames Votum für tiefgreifende Veränderungen. Nun aber bekamen einige Bischöfe Angst vor der eigenen Courage, andere wollten keinen Ärger mit Rom, wieder andere waren ohnehin dagegen. Da war die Wahl von Heiner Wilmer, dem durch sein gewinnendes Auftreten die Herzen zufliegen, folgerichtig. Einerseits garantierte er Harmonie mit Rom, andererseits hatte er sich durch sein Abstimmungsverhalten klar für Reformen im synodalen Sinn positioniert.
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