Christen auf dem Zen-WegAus für HochschulgemeindeDas Finanzwesen reformierenSterbehilfeAberwitzige VorstellungArsen in BangladeschEiner von vielen seinKorrektur
Die »Integrale Spiritualität«, die Willigis Jäger vertritt, schätzt meiner Meinung nach die Wurzeln christlicher Glaubenserfahrungen zu gering. In seinem Buch »Westöstliche Weisheit« etwa kommt »Christus« nicht vor. Nur als Sprungbrett in einen elitären Erleuchtungshimmel dient ihm die reiche Tradition des Christentums, die nach dem Samadhi-Erlebnis endgültig verlassen wird. Da sind mir die Bemühungen von Johannes Kopp um eine Integration von christlichen und außerchristlichen Erfahrungen authentischer und überzeugender. Für beide Weisheitslehrer ist die Erfahrung der »Ersten Wirklichkeit«, des form- und namenlosen Mysteriums in Allem, das Ziel und die Transzendierung von gegenständlichem Glauben der notwendige Weg. Johannes Kopp verlässt aber offensichtlich die jesuanische und kirchliche Basis nicht. Über den Weg des Zen hilft er, christliche Traditionen zu vertiefen auf die »ungegenständliche Christuswirklichkeit« hin und »alle Dinge auf das Eine hin zu durchschauen: ›Christus ist Alles und in Allem‹ – Kol. 3, 11« (J. Kopp: »Schneeflocken fallen in die Sonne«, S. 188).
Sie haben bereits ein
-Abo? Hier anmelden
