Nur in der freien Luft geht Milosevic die Puste aus
In Serbien stehen Ende September Wahlen ins Haus. Spekulationen haben Hochkonjunktur. Bleibt Milosevic? Geht er? Wer kommt dann? Die Kurzatmigkeit, die hinter diesen Fragen steht, wird deutlich, wenn man hinter die Kulissen schaut. Denn dann wird sichtbar: Wie die Deutschen nach dem Ersten Weltkrieg (und das bahnte den Weg zum Zweiten) sehen sich die meisten Serben nicht als Täter, sondern als Opfer, von der restlichen Welt verachtet, bombardiert und wirtschaftlich zerstört. Und im einst serbischen Kosovo sind die Herrscher von gestern zu den Geächteten von heute geworden.
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