Aktionen für Schuldenerlass in Prag
Die Stadtväter von Prag scheinen sich auf das Schlimmste gefasst zu machen, wenn sich der Internationale Währungsfonds (IWF) und Weltbank vom 22. bis 25. September zu ihrer Jahrestagung treffen. Schon jetzt schreiben die Zeitungen von verschärften Grenzkontrollen, Demonstrationsverboten, Verkehrseinschränkungen und einem Großaufgebot an Polizei, berichtet Jiri Silny. Der Pfarrer der hussitischen Kirche und Direktor der Ökumenischen Akademie Prag gehört zu den Koordinatoren für die Aktionen der internationalen Kampagne »Erlassjahr 2000« in der tschechischen Hauptstadt. Wenn IWF und Weltbank dort unter anderem über einen Schuldenerlass für die am höchsten verschuldeten armen Länder beraten, wollen Kritiker auch vor Ort ihre Forderungen artikulieren. Die Ökumenische Akademie, das kirchliche Kooperationsforum Most sowie die internationalen Organisationen Bankwatch und Friends of the Earth bereiten derzeit gemeinsame Veranstaltungen vor, um ihren Forderungen im September öffentliches Gehör zu verschaffen.
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