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Die Kirchen wollen ein Beispiel geben

von Hans-Joachim Döring vom 16.08.2002 Vorgelesen von einer künstlichen Stimme.
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»Wenn Du unterwegs ein Vogelnest findest auf einem Baum oder auf der Erde mit Jungen oder mit Eiern, und die Mutter sitzt auf den Jungen oder auf den Eiern, so sollst Du nicht die Mutter mit den Jungen nehmen, sondern Du darfst die Jungen nehmen, aber die Mutter sollst Du fliegen lassen, auf dass Dir's wohlgehe und Du lange lebst.« Dieser Ratschlag passt gut zu den über hundert Regeln der letzten zehn Jahre, die für den Karrierebegriff »Nachhaltigkeit« gefunden wurden. Die Regel stammt aus nomadischem Milieu und ist gute 2500 Jahre alt. Sie steht im Alten Testament im 5. Buch Mose, ist praktisch, unromantisch, warmherzig und plausibel. Sie war auch der »Reisesegen« für die 70 Teilnehmerinnen und Teilnehmer einer Bilanztagung zur nachhaltigen Entwicklung in Kirche und Gesellschaft in der Lutherstadt Wittenberg. Dazu eingeladen hatten evangelische und katholische Arbeitszweige. Sie verabschiedeten ein Wittenberger Memorandum »Nachhaltigkeit als Aufgabe der Kirchen«.

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