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Dieser Artikel stammt aus
Publik-Forum, Heft 8/2011
Der Inhalt:
Politik & Gesellschaft
von Barbara Brüning vom 06.05.2011
Was die Kirchen vom Tantra lernen könnten: das Göttliche in der Sexualität zu finden. Die Sehnsucht nach dem oder der Geliebten und die Sehnsucht nach Gott lassen sich nicht gegeneinander ausspielen
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Mit der Liebe in der katholischen Kirche ist etwas faul. Priester, die sich verlieben und zu ihrer Geliebten stehen, verlieren ihre Arbeit und ihr Ansehen. Andere suchen sich üble Auswege für die verbotene Liebe. Niemals haben mehr Menschen die katholische Kirche verlassen als im letzten Jahr. Und sie gehen nicht etwa, weil sie ihren Glauben verloren haben, weil ihnen gleichgültig ist, was da passiert: nein, sie gehen bewusst und aus Protest. Ihre Gründe mögen vielfältig sein. Der Auslöser aber ist der Missbrauchsskandal. Und im Herzen des Missbrauchsskandals steht die Frage nach der Liebe: nach ungeteilter geistiger und körperlicher Liebe. Darauf gibt nicht nur die katholische Kirche keine befriedigende Antwort. Wie kann das sein, nachdem Theologen seit zweitausend Jahren über die Religion der Liebe nachdenken?

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