Heiliges Begehren
Mit der Liebe in der katholischen Kirche ist etwas faul. Priester, die sich verlieben und zu ihrer Geliebten stehen, verlieren ihre Arbeit und ihr Ansehen. Andere suchen sich üble Auswege für die verbotene Liebe. Niemals haben mehr Menschen die katholische Kirche verlassen als im letzten Jahr. Und sie gehen nicht etwa, weil sie ihren Glauben verloren haben, weil ihnen gleichgültig ist, was da passiert: nein, sie gehen bewusst und aus Protest. Ihre Gründe mögen vielfältig sein. Der Auslöser aber ist der Missbrauchsskandal. Und im Herzen des Missbrauchsskandals steht die Frage nach der Liebe: nach ungeteilter geistiger und körperlicher Liebe. Darauf gibt nicht nur die katholische Kirche keine befriedigende Antwort. Wie kann das sein, nachdem Theologen seit zweitausend Jahren über die Religion der Liebe nachdenken?
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Zum Weiterlesen: Klaus Hofmeister und Lothar Bauerochse (Hrsg.), »Himmlische Lust: Religion und Sexualität«, Claudius-Verlag, München, 19,80 €; Doris Christinger und Peter A. Schröter, »Vom Nehmen und Genommen werden. Für eine neue Beziehungserotik«, Piper Verlag, 9,95 €; Wunibald Müller, »Küssen ist Beten: Sexualität als Quelle der Spiritualität«, Matthias Grünewald Verlag, 14,30 €; Martin Dannecker, »Das Drama der Sexualität«, Europäische Verlagsanstalt, 10,50 €Seminare: Birgit Blechschmidt und Hartwin Dreier verbinden Musik, Tanz, Massage und Yoga mit Körpertherapie und tantrischen Ritualen. Distelweg 17, D-65527 Niedernhausen, Tel. 06127/79382, www.surya-tantra.de
