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Lernen für Noten

Bildung in einer Demokratie: Wer misst, wie viel wir leisten?
von Sylvia Meise vom 26.03.2010
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Leistung muss sich wieder lohnen! – Diese Parole kommt immer gut an. »Leistung« verheißt Fortschritt und gilt noch dazu mit Zahlen verbunden als objektive, messbare Größe. Auch Schulnoten haben diesen Nimbus, als bildeten sie einfach ab, wie gut ein Kind Rechnen, Lesen, Schreiben kann. Tatsächlich schwingen in der Praxis des Notenverteilens zahlreiche Erwartungen mit: Sie sollen nicht nur den Leistungsstand anzeigen, sondern die Kinder disziplinieren, sie zu höherer Anstrengung motivieren sowie deren Leistungswillen und -fähigkeit dokumentieren. Engagierte Pädagogen, aber auch Hirnforscher, halten sie allerdings für das falsche Instrument, da sie nicht die Leistungsentwicklung abbilden können und sollen, sondern bei Nichtgenügen als Bestrafung fungieren. Bestrafung, Bevormundung und Belehrung bewirkten indes alles andere als Motivation und Lerneifer, betont etwa der Neurologe Gerald Hüther.

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