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»Christen haben Jesus vergessen«

Nicht der »Stammvater« Abraham, sondern der gewaltlose Nazarener könnte Juden und Christen einander wieder näherbringen. Eine neue Sicht der beiden Religionen
von Michael Wolffsohn vom 22.02.2008 Vorgelesen von einer künstlichen Stimme.
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Wie falsch die Bilder von Christentum und Judentum sind! Das »unschuldige Opferlamm« und die Botschaft der bedingungslosen Liebe verbindet man mit dem Christentum: »Liebe deinen Nächsten wie dich selbst.« Mit dem Judentum verbindet man eher den Geist der Rache, »Auge um Auge, Zahn um Zahn«. Klassisch vereinfacht hat es Oskar Lafontaine einmal auf diesen Punkt gebracht. Dieser Politiker ist weniger Theologe denn Demagoge. Wahrscheinlich deshalb wilderte er ungehemmt auf theologischem Gelände. Er befindet sich mit dieser Sicht in bester Gesellschaft: von Johann Wolfgang von Goethe bis Günter Grass.

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