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Nach dem Anschlag auf den Berliner CSD
Was Lot uns sagt

Homosexualität ist eine schwere Sünde – so lesen viele Muslime den Koran. Doch das steht da gar nicht. Solange die islamischen Gemeinden dies nicht akzeptieren, bleibt ihre Verurteilung der Gewalt halbherzig.
von Mouhanad Khorchide vom 10.08.2026
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Mouhamad Khorchied fordert einen »mutigen innerislamischen Diskurs« über die Anerkennung von Homosexualität. (Foto: PA / DPA / Guido Kirchner)
Mouhamad Khorchied fordert einen »mutigen innerislamischen Diskurs« über die Anerkennung von Homosexualität. (Foto: PA / DPA / Guido Kirchner)

Es ist wichtig und richtig, dass sich nach dem Anschlag auf den CSD in Berlin muslimische Stimmen zu Wort gemeldet und den Terror scharf verurteilt haben. Doch das reicht nicht. Denn solange in vielen muslimischen Gemeinden und in weiten Teilen der islamischen Theologie Homosexualität als schwere Sünde gilt und queere Menschen als Sünder abgewertet werden, bleibt die Verurteilung der Gewalt halbherzig. Wer Menschen theologisch herabsetzt, bereitet den Boden, auf dem Verachtung wächst.

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