Zukunft der Demokratie
Die Kunst, einander zu befremden

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Fast alle Menschen haben Fremdenangst, und das ist auch gut so. Zwischen dem sechsten und dem achten Lebensmonat lernen kleine Kinder, zwischen vertrauten und nicht vertrauten Menschen zu unterscheiden. Sie fürchten sich, weinen und klammern, wenn ihnen jemand fremd vorkommt. Das gibt sich wieder, der Reflex aber bleibt. Fremd aussehende Menschen, überraschende Situationen, ungewohnte Gegenden, Dunkelheit, das alles verursacht Unbehagen, erhöht die Anspannung und die Aufmerksamkeit. Evolutionsbiologisch ist das absolut sinnvoll: Fremdes und Unbekanntes birgt häufig Gefahr. Unvorsichtig, gar naiv einfach ins Unbekannte zu gehen, war zu Säbelzahntigerzeiten oft tödlich und ist auch heute noch tendenziell unklug.
Andererseits: Fremdes und Unbekanntes macht auch neugierig. Je selbstsicherer Kinder s




Was gibt Hoffnung?
Maria Türks 30.04.2026:
Dieser Text öffnet Perspektiven, die nötiger denn je sind. Wie sähe unsere Welt aus, wenn wir die von Matthias Drobinski vorgebrachten Denk- und Handlungsmöglichkeiten in unserem Alltag umsetzen würden? Nicht nur das Fremde, Befremdliche zulassen und hinnehmen, sondern es als Bereicherung ansehen, sodass ein Lernprozess angestoßen werden kann. Solange die Würde und die Unverletzlichkeit eines jeden Menschen dabei geachtet werden, kann ich vom Fremden, vom Unverständlichen lernen und mich davon bereichern lassen. Dieser Text ist eine weise und empfehlenswerte Lektüre für alle Politiker und sonstigen Entscheidungsträger.