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Kristina Kühnbaum-Schmidt

Die Bischöfin der Nordkirche geht vorzeitig in Ruhestand. Laut Medienberichten wird erwogen, ihr Amt abzuschaffen.
vom 15.09.2026 Vorgelesen von einer künstlichen Stimme.
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Kristina Kühnbaum-Schmidt: »Demokratie ist eine Mitmach-Angelegenheit, kein Lieferservice.« (Foto: epd-bild/Jens Schulze)
Kristina Kühnbaum-Schmidt: »Demokratie ist eine Mitmach-Angelegenheit, kein Lieferservice.« (Foto: epd-bild/Jens Schulze)

Kristina Kühnbaum-Schmidt, Landesbischöfin der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Norddeutschland, geht zum Oktober 2027 in den vorzeitigen Ruhestand. Wie der NDR berichtete, hängt die Entscheidung offenbar mit einem möglichen Umbau der Führungsebene der Nordkirche zusammen. Es werde die Abschaffung des Amtes des Landesbischofs erwogen. Die Nordkirche hat nur noch 1,6 Millionen Mitglieder.

Bis zu ihrem Eintritt in den vorzeitigen Ruhestand werde Kühnbaum-Schmidt sich zunehmend prioritär ihren internationalen Aufgaben in der Ökumene widmen, hieß es in einer Mitteilung der Nordkirche. Sie ist beim Lutherischen Weltbund Vizepräsidentin für die Region West- und Mitteleuropa.

Mit dem Evangelischen Pressedienst (epd) sprach die 63-Jährige über die anstehende Landtagswahl in Mecklenburg-Vorpommern. Sie nehme deutliche Spannungen, Verunsicherung und Rückzugstendenzen wahr. Das Wahlergebnis in Sachsen-Anhalt habe in ihr tiefe Besorgnis ausgelöst, sagte Kühnbaum-Schmidt, deren Amtssitz in Schwerin liegt.

Sie rief die Bürgerinnen und Bürger dazu auf, ihr Wahlrecht aktiv wahrzunehmen und ihre Wahlentscheidung sorgfältig zu prüfen. »Demokratie ist eine Mitmach-Angelegenheit, kein Lieferservice.« Ihre Erfahrung sei: »Der Zusammenhalt in unserem Bundesland ist tragfähig, auch wenn er manchmal leise daherkommt«.

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