Christopher Olah

Christopher Olah, Mitbegründer der KI-Firma Anthropic, fordert Religionsgemeinschaften auf, technologische Entwicklungen kritisch zu begleiten. »Wir brauchen informierte Kritiker, die den Laboren sagen, wenn sie versagen«, sagte Olah bei der Vorstellung der päpstlichen Enzyklika »Magnifica Humanitas« im Vatikan. Der 33-jährige Kanadier war als Sprecher eingeladen und teilte sich das Podium mit Papst Leo XIV., Kardinälen und Theologen. Olah, der sich selbst als Atheisten bezeichnet, sprach vom notwendigen Dialog der Tech-Unternehmer mit Menschen, die nicht von den finanziellen Anreizen der Industrie getrieben seien. »Wir brauchen moralische Stimmen, die sich durch diese Anreize nicht verbiegen lassen«, sagte Olah, der durch seine Beteiligung an Anthropic selbst zum Milliardär geworden ist. Die Firma bemüht sich um ein Image als verantwortungsvoller KI-Gigant und liegt im Konflikt mit der US-Regierung. Anthropic hatte eine Zusicherung verlangt, dass ihre KI-Modelle nicht für den Einsatz vollautonomer Waffen und Massenüberwachung eingesetzt würden. Der Papst nannte eben jene autonomen Waffen als eines der Risiken von unbeschränkter technologischer Entwicklung.




Personen und Konflikte, Leo XIV