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Sozialenzyklika »Magnifica Humanitas«
Was, wenn das alles zu spät kommt?

Das erste Lehrschreiben von Papst Leo XIV. ist ein notwendiger Appell, das Menschliche im KI-Zeitalter zu bewahren. Aber wird es helfen gegen die Mächte, die da am Werk sind?
von Matthias Drobinski vom 25.05.2026
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Künstliche Intelligenz muss dem Menschen dienen, sagt Papst Leo XIV, hier bei der Vorstellung der Sozialenzyklika »Magnifica Humanitas« (Foto: pa/ANSA/Mauricio Brambatti)
Künstliche Intelligenz muss dem Menschen dienen, sagt Papst Leo XIV, hier bei der Vorstellung der Sozialenzyklika »Magnifica Humanitas« (Foto: pa/ANSA/Mauricio Brambatti)

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Wie es mit dem Turmbau zu Babel ausging, ist bekannt: Das Mega-Projekt, angetrieben von Machtdenken und Machbarkeitswahn, endet in der Katastrophe. Die biblische Geschichte vom Wiederaufbau des zerstörten Jerusalems ist da weniger prominent: Nehemia, ein Jude im Dienst des Perserkönigs, versammelt die Menschen der in Trümmern liegenden Stadt. Er nimmt sie in die Verantwortung, in ihren verschiedenen Fähigkeiten. Und siehe da: Eine neue Gemeinschaft entsteht von unten. Stein um Stein schafft sie eine Heimat für alle.

Hier der gigantomane Turmbau, dort die Trümmermenschen von Jerusalem – diese Gegenbilder ziehen sich durch die mehr als 120 Seiten von »Magnif

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