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Antje Schrupp

Die evangelische Theologin und Feministin sieht in der Debatte um Jens Spahn eine große Scheinheiligkeit.
vom 24.07.2026
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Antje Schrupp. (Foto: Wikipedia/Privat)
Antje Schrupp. (Foto: Wikipedia/Privat)

Antje Schrupp, evangelische Theologin und Feministin, empfindet die Empörung um Spahns Doppelmoral in Sachen Leihmutterschaft als scheinheilig. In ihrem Facebook-Account schreibt Schrupp, man habe Spahn »stellvertretend vom Hof gejagt, weil er es zu ungeschickt und offensichtlich gemacht hat«. Es würde sie nicht wundern, wenn Spahn »in nicht allzu ferner Zukunft wieder zurück ist und dann nur umso fester im Sattel sitzt. Mit der Aura des zu Unrecht Verfolgten.«

Die Scheinheiligkeit, die Spahn zu Recht zur Last gelegt werde, sei die Scheinheiligkeit unserer gesamten Gesellschaft, mindestens aber die der CDU, FDP und SPD, meint die Theologin, die die Leihmutterschaft unter bestimmten Bedingungen befürwortet. Reproduktive Technologie bei Fortpflanzung, so ihr Argument, werde flächendeckend genutzt, aber niemand gebe dies zu. Ungewollte Schwangerschaften würden beendet, aber die meisten hielten sich bedeckt. Schrupp vergleicht dies mit dem Besuch in einem Bordell: »Alle gehen in den Puff, aber niemand gibt es zu.« Diese Scheinheiligkeit sei das Gesicht »unserer gesamten Kultur«, die Schrupp als »postpatriarchales Chaos« bezeichnet.

Die AfD bewertet Schrupp im übrigen als genauso scheinheilig. Ihr schade es jedoch nicht, da die AfD » offen scheinheilig ist,was das Rezept von Trump und Co ist«. Lediglich die Linken und Grünen arbeiteten nach Meinung von Schrupp daran, die Ordnung des Modells der »binär-heterosexuelle Kleinfamilie« zu überwinden, welches ihrer Meinung nach nicht mehr existiert.

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Schlagwörter: Jens Spahn Leihmutterschaft
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