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Gut zu lesen
Ich hoffe auf den Gott der Verlorenen

Ich habe ich zehn Thesen formuliert, »was es für mich heißt, an das Evangelium zu glauben«, denn die Botschaft von und über Jesus dient dazu, den eigenen Kompass zu eichen und auszurichten.
von Norbert Copray vom 23.07.2026
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(Illustration: freepik)
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Glaubwürdigkeit entsteht in meinen Augen und Ohren, wenn eine Person sagt, was sie tut, und wenn sie tut, was sie sagt; wenn sie meint, was sie sagt; und wenn sie sagt, was sie meint. Ob ich glaubwürdig bin, kann ich kaum selbst beurteilen, das mögen andere tun. Für mich ist glaubwürdig zu sein eine Frage der Fairness und des persönlichen Ethos. Wer fair zu sein bemüht ist, arbeitet für seine Glaubwürdigkeit, denn er tritt anderen Menschen möglichst authentisch gegenüber. Einer verantwortungsvoll übernommenen Rolle gerecht werden und authentisch sein sind keine Gegensätze. Denn authentisch sein heißt nicht, sich so zu verhalten, wie es einem gerade gefällt. Eine Rolle ausfüllen heißt nicht, eine Maske tragen und dahinter ganz anders sein. Es geht vielmehr darum, mit seiner eigenen Person in einer Rolle und durch eine Rolle präsent zu sein und die Rolle durchsichtig auf die eigene Person zu halten. Das versuche ich.

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