Der Schriftsteller Christian Lehnert über Weihnachten
Der Schnee, der Fuchs und das Gottesgeheimnis
»Die Fuchsspur, schon wieder fast verweht, reichte ins Unsichtbare. Aber der Fuchs war da gewesen.« (Foto: Copyright 2017 taviphoto / Photocase Addicts GmbH, all rights reserved)
Es hatte den vierten Tag in Folge geschneit. Der Schnee lag hoch im Hof, war in langen Zungen über den Hang hinter unserem Haus geweht, lag in Senken verdichtet zu schweren weißen Flözen, die alles einebneten, alle Risse und Grate verbargen, alles Geröll und kleinere Felsen. Die Hügel waren weiße Wellen geworden, die vor weißem Hintergrund ins Tal rollten.
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Datum der Erstveröffentlichung: 13.12.2024
Christian Lehnert, geboren 1969 in Dresden, ist evangelischer Pfarrer und Dichter. In der DDR verweigerte er den Wehrdienst und wurde Bausoldat. Er studierte Religionswissenschaften, Theologie und Orientalistik. Seine Gedichte sind gekennzeichnet durch das Ineinander von Naturbeobachtung und Gebet. Für seine Lyrik und seine Essays, erschienen im Suhrkamp-Verlag, erhielt er zahlreiche Auszeichnungen, darunter den Eichendorff-Literaturpreis. Er lebt mit seiner Familie nahe der deutsch-tschechischen Grenze.
Christian Lehnert, geboren 1969 in Dresden, ist evangelischer Pfarrer und Dichter. In der DDR verweigerte er den Wehrdienst und wurde Bausoldat. Er studierte Religionswissenschaften, Theologie und Orientalistik. Seine Gedichte sind gekennzeichnet durch das Ineinander von Naturbeobachtung und Gebet. Für seine Lyrik und seine Essays, erschienen im Suhrkamp-Verlag, erhielt er zahlreiche Auszeichnungen, darunter den Eichendorff-Literaturpreis. Er lebt mit seiner Familie nahe der deutsch-tschechischen Grenze.

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