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Die vielen Gesichter der Maria Magdalena
Eingehüllt ins erste Licht des Ostermorgens: Giovanni Girolamo Savoldo macht vieles anders als seine Zeitgenossen. Er zeigt seine »Maria Magdalena vor dem Grab« (um 1535) ohne die üblichen Attribute, allein das Salbgefäß weist auf sie hin. Ihr Körper verschwindet unter schimmerndem Stoff. Sie schaut den Betrachter direkt an. Hier erscheint die Auferstehungszeugin mit geheimnisvoller Autorität. (© the National Gallery, London/Giovanni Girolamo Savoldo)
So sieht sie also aus, die erste Zeugin der Auferstehung, ohne die es das Christentum vermutlich nicht gäbe. Eingehüllt in schimmerndes Silber hockt sie zwischen Grabesdunkel und Ostermorgen. Sie schaut uns an, als wüsste sie schon, was wir erst noch begreifen müssen. Oder ist dies gar der Moment, in dem sie den Auferstandenen erkennt, wie es das Johannesevangelium erzählt?
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Datum der Erstveröffentlichung: 06.10.2026
»Maria Magdalena. Sin. Pray. Love.« ist bis zum
17. Januar 2027 im Städel-Museum in Frankfurt am Main
zu sehen. Zur Ausstellung ist ein Katalog mit Essays
im Hirmer Verlag erschienen, er kostet im Handel 55 €,
im Museum 49,90 €.
»Maria Magdalena. Sin. Pray. Love.« ist bis zum
17. Januar 2027 im Städel-Museum in Frankfurt am Main
zu sehen. Zur Ausstellung ist ein Katalog mit Essays
im Hirmer Verlag erschienen, er kostet im Handel 55 €,
im Museum 49,90 €.

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