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Die schwierige Bibel
In der Welt und aus der Welt

Der Neutestamentler Christian Schramm über Licht und Finsternis im Johannesevangelium.
vom 22.09.2026 Vorgelesen von einer künstlichen Stimme.
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 Johannes auf Patmos. Gemalt von Berto di Giovanni, Anfang 16. Jahrhundert. Perugia, Galleria Nazionale dell’Umbria. (Foto: pa/akg-images/Rabatti-Domingie)
Johannes auf Patmos. Gemalt von Berto di Giovanni, Anfang 16. Jahrhundert. Perugia, Galleria Nazionale dell’Umbria. (Foto: pa/akg-images/Rabatti-Domingie)

Kein anderer Evangelist spricht so häufig von »Welt« wie Johannes. »Kosmos« heißt sie bei ihm. Diese griechische Vokabel begegnet uns im Neuen Testament 186 Mal. Davon entfallen mit 78 Belegen die meisten auf das Johannesevangelium. Da könnte man auf die Idee kommen, das vierte Evangelium sei besonders »welt-verhaftet« oder »welt-haft« – doch weit gefehlt: Der johanneische Jesus spricht nicht nur von seinem »Sieg« über die Welt (Joh 16,33), sondern es wird auch mehrfach betont, dass weder er selbst noch die ihm Nachfolgenden »aus der Welt« seien (z. B. Joh 17,16). Derartige Passagen irritieren – auch die Leserinnen Anneliese Schneider und Ursula Kießlinger, die uns Fragen dazu geschickt haben. Machen wir uns also auf Spurensuche.

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