»Wir sind ein Schöpfungsgedanke«
Es ist ein zugleich berührendes und bedrückendes Dokument: der Briefwechsel aus den letzten Schreckensmonaten des Krieges, zwischen Helmuth James Graf von Moltke und seiner Frau Freya. Der Gefangene in Tegel, wegen Hochverrats angeklagt und schließlich zum Tode verurteilt, und die Gutsherrin im schlesischen Kreisau konnten dank des Mutes und Geschicks des Gefängnispfarrers Poelchau ständig Briefe wechseln, die vielleicht auch einmal zu den schönsten Liebesbriefen der Welt gezählt werden können. Sie zeigen den Gefängnisalltag: Fesselung, Kälte, Isolation, und sie zeigen die Mühsal eines Gutsbetriebes mitten im Krieg: Wo gibt es Düngemittel, wo Arbeiter, ist Schlachten erlaubt? Und sie erzählen zugleich die Liebesgeschichte eines Ehepaares, das sich in Trauer, Trennungs- und Todesangst nicht aufgibt: »Wir sind ein Schöpfungsgedanke.«
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Buchhinweis: Freya von Moltke, Helmuth James von Moltke: Abschiedsbriefe, Gefängnis Tegel September 1944 – Januar 1945. C. H. Beck-Verlag, München 2010. 608 Seiten. 29,95 €Das Buch ist im Publik-Forum Shop erhältlich, Best.-Nr. 8769
