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Dieser Artikel stammt aus
Publik-Forum, Heft 7/2015
Und der Mensch schuf das Netz
Gott in der digitalen Revolution
Der Inhalt:

Und der Mensch schuf das Netz

von Johanna Haberer vom 10.04.2015
Aber muss er sich deshalb gleich von ihm vereinnahmen lassen? Über die Versuchungen des Ichs in der digitalen Welt. Eine theologische Kritik

Vier Mal in der Menschheitsgeschichte hat sich unser Leben durch Erfindungen oder – vielleicht besser – Entdeckungen grundlegend kulturell verändert. Und alle diese Veränderungen hatten mit Kommunikationsmitteln zu tun – mit Medien. Als wir das Sprechen lernten, lernten wir zu lügen. Als wir das Schreiben lernten, lernten wir zu planen. Mit dem Buchdruck lernten wir das Kritisieren. Und mit dem Internet lernen wir heute, uns miteinander zu vernetzen. Wir überwinden medial Raum und Zeit, die Grenzen der Länder und des Leibes. Wir lernen neue Sprachen und neue Worte, wir leben in neuen Horizonten und in einem neuen Takt. Wir denken neu, wir arbeiten neu, wir lernen anders, wir begegnen uns anders.

Wie schief historische Vergleiche auch immer sein mögen: Es liegt nahe, die umwälzende Ära der Erfindung des Buchdrucks im Zeitalter der Reformation mi

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