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Homosexualität und Kirche
Marx will segnen, der Papst ist dagegen

Der Münchener Kardinal Reinhard Marx macht den Segen für alle in seinem Erzbistum zum Standard. Doch Papst Leo XIV. widerspricht.
vom 27.04.2026
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Segen für alle? Kardinal Reinhard Marx feiert einen Gottesdienst mit queeren Gläubigen. (Foto: PA / SZ Photo / Florian Peljak)
Segen für alle? Kardinal Reinhard Marx feiert einen Gottesdienst mit queeren Gläubigen. (Foto: PA / SZ Photo / Florian Peljak)

Im Erzbistum München und Freising soll künftig die Handreichung zum Segen für Paare, die nicht kirchlich heiraten können oder wollen, eingesetzt werden. In einem Brief an Seelsorgerinnen und Seelsorger hat Kardinal Reinhard Marx die im vergangenen Jahr von der Deutschen Bischofskonferenz und dem Zentralkomitee der deutschen Katholiken verabschiedete Handreichung »Segen gibt der Liebe Kraft« als Grundlage des pastoralen Handelns empfohlen. »Allen Paaren, die sich lieben und für ihre Partnerschaft von der Kirche einen Segen erbitten, wünsche ich, dass sie in diesem Segen die Zuwendung Gottes spüren«, heißt es. Des Weiteren bittet Marx darum, den theologischen Sinn des Segens allen zu erläutern, »die sich mit dieser Segnung noch schwertun«. Seelsorgende, die diesen Segen nicht spenden wollen, sollen interessierte Paare an andere verweisen. Marx ist der erste Kardinal, der sich für Segensfeiern ausspricht. Doch auf dem Rückflug seiner Afrikareise sagte Papst Leo XIV., der Vatikan habe den deutschen Bischöfen bereits klargemacht, »dass wir die förmlichen Segnungen von gleichgeschlechtlichen Paaren nicht billigen«. Eine Reaktion von Kardinal Marx stand bei Redaktionsschluss noch aus.

Dieser Artikel stammt aus Publik-Forum 8/2026 vom 30.04.2026, Seite 39
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