Ludwig Wittgenstein
»Denk nicht, sondern schau!«

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Ludwig Wittgenstein galt lange als Erzfeind der Theologie. In meinem Theologiestudium wurden wir vor niemandem so intensiv gewarnt wie vor ihm. Sein Denken wurde uns als die größte und gefährlichste Alternative zu einem christlichen Weltbild präsentiert. Uns wurde beigebracht, dass Wittgensteins Denken entweder dazu führe, dass man gar nichts mehr über Gott sagen kann oder dazu, dass jede Rede von Gott willkürlich und beliebig wird – beides keine guten Aussichten für jemanden, der es sich zum Lebensinhalt gemacht hat, über Gott nachzudenken. Entsprechend war ich von mir selbst schockiert, als ich beim Lesen seines Werks immer mehr in den Sog seines Denkens geriet. Erst hatte ich ihn nur gelesen, weil ich dachte, dass man seine Gegner kennen muss. Ich wollte ihn widerlegen. Aber je mehr ich las, desto tiefer tauchte ich
Klaus von Stosch ist Professor für Systematische Theologie in Bonn und Herausgeber von Publik-Forum.




Georg Lechner 15.04.2026, 17:04 Uhr:
Ketzerische Frage: Wie stellt man sich zu (unverbesserlichen) Verfechtern einer Weltanschauung, die einen Einsatz für die geschundene Kreatur und für Bemühungen zum Erhalt menschengerechter Lebensbedingungen auf der Erde rundum ablehnen (etwa aus politischem Kalkül oder bestochen von Besitzstandswahrern)? Mit Mitläufern kann man ja noch behutsam reden.Gott kann man wohl nur die Ehre geben, indem man die Freiheit der Geringsten achtet (gegen ein hierarchisches, elitäres Denken). In dieser Hinsicht ist Wittgensteins Ansatz tatsächlich bemerkenswert.