Zur mobilen Webseite zurückkehren

Kölner Dom
Beten umsonst

Die meistbesuchte Sehenswürdigkeit in Deutschland verlangt von Touristen künftig eine Eintrittsgebühr.
vom 11.03.2026
Artikel vorlesen lassen
Der »Dom zu Kölle« sorgt dort auch für ein ausgeprägtes Heimatgefühl.(Foto: istock by Getty / Thomas Nuehnen)
Der »Dom zu Kölle« sorgt dort auch für ein ausgeprägtes Heimatgefühl.(Foto: istock by Getty / Thomas Nuehnen)

Der Kölner Dom ist mit sechs Millionen Besuchern pro Jahr – sechsmal so viele wie im Schloss Neuschwanstein – die gefragteste Sehenswürdigkeit in Deutschland. Künftig soll er nur gegen eine Eintrittsgebühr zu besichtigen sein. Das hat Dompropst Guido Assmann als »Hausherr« mitgeteilt. Er begründete dies mit den steigenden Ausgaben, »dieses prächtige Bauwerk zu erhalten«.

Dieser Artikel stammt aus Publik-Forum 5/2026 vom 13.03.2026, Seite 40
Zusammenhalt
Zusammenhalt
Was gegen den neuen Faschismus hilft

Der Dom gehört nicht dem Kölner Erzbischof, sondern sich selbst und wird vom Domkapitel verwaltet. Die Höhe der Eintrittsgebühr steht laut Assmann noch nicht fest. Zahlen muss nur, wer den Dom touristisch besuchen will. »Wer zum Gebet in den Dom möchte, eine Kerze anzünden, die Gottesdienste mitfeiern möchte, wer ein seelsorgerliches Gespräch sucht«, für den soll es weiterhin kostenfrei betretbare Bereiche geben. Assmann erhofft sich von der Bezahlpflicht für Touristen auch, »dass es im Dom ruhiger wird«. Besucher klagten derzeit, sie fühlten sich des Andrangs und des Lärms wegen – bis zu 40 000 Besucher pro Tag – »wie im Hauptbahnhof«. Künftig sollten Menschen »dieses Haus bewusster als Kirche und als lebendigen Ort lebendigen Glaubens wahrnehmen«.

Zuschüsse erhält der Dom bisher vom Erzbistum, von Land, Stadt und Dombau-Verein. Eigene Einnahmen erzielt er durch Führungen sowie durch Tickets für Schatzkammer und Turmbesteigung.

4 Wochen freier Zugang zu allen PF+ Artikeln inklusive E-Paper
Kommentare und Leserbriefe
Ihr Kommentar
Noch 1000 Zeichen
Wenn Sie auf "Absenden" klicken, wird Ihr Kommentar ohne weitere Bestätigung an Publik-Forum.de verschickt. Sie erhalten per E-Mail nochmals eine Bestätigung. Der Kommentar wird veröffentlicht, sobald die Redaktion ihn freigeschaltet hat. Auch hierzu erhalten Sie ein E-Mail. Siehe dazu auch Datenschutzerklärung (Öffnet in einem neuen Tab).

Mit Absenden des Kommentars stimmen Sie der Verarbeitung Ihrer Daten zur Bearbeitung des Kommentars zu. Zum Text Ihres Kommentars wird auch Ihr Name gespeichert und veröffentlicht. Die E-Mail-Adresse wird für die Bestätigung der Bearbeitung genutzt. Dieser Einwilligung können Sie jederzeit widersprechen. Senden Sie dazu eine E-Mail an [email protected].

Jeder Artikel kann vom Tag seiner Veröffentlichung an zwei Wochen lang kommentiert werden. Publik-Forum.de behält sich vor, beleidigende, rassistische oder aus anderen Gründen inakzeptabele Beiträge nicht zu publizieren. Siehe dazu auch Netiquette (Öffnet in einem neuen Tab).
Publik-Forum
Publik-Forum
Einen Moment bitte...
0:000:00
1.0