Missbraucht
In Dresden treffen sich jeden Montag Demonstranten, die ein deutsches Deutschland wollen. Ohne Ausländer. Ohne Multikulti. Ohne Flüchtlinge und Asylbewerber. Sie nennen sich Patriotische Europäer gegen die Islamisierung des Abendlandes (Pegida). Und offenbar mag sie der sächsische Innenminister. Pünktlich vor der dritten Demonstration mit dem Ruf »Wir sind das Volk« kündigte Markus Ulbig (CDU) an, eine Sondereinheit der Polizei bilden zu wollen, um Mehrfach-Straftäter unter Asylbewerbern besser verfolgen zu können. Gerade so, als gäbe es das Strafrecht nicht für jedermann. Doch das gilt – und eigentlich müsste das gerade der Innenminister wissen – auch in Dresden. In einer Stadt, in der gerade mal zwei Prozent der Bevölkerung Ausländer sind, darunter 0,5 Prozent mit muslimischem Glauben.
Sie haben bereits ein
-Abo? Hier anmelden
