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Raus aus der Opferfalle

Geflüchtete Menschen werden entmündigt und in die Passivität gedrängt. Ein Plädoyer für mehr Verantwortung
von Elisa Rheinheimer-Chabbi vom 25.03.2016
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Eigentlich müsste man Respekt und Bewunderung empfinden. Da sind Menschen durch die Wüsten und über das Meer gekommen; starke Menschen, die den Mut hatten, ihr Schicksal selbst in die Hand zu nehmen. Und doch herrscht mit Blick auf Geflüchtete vor allem Mitleid vor. Flüchtlinge werden als Opfer gesehen. Richtig ist: Sie sind Opfer der Verhältnisse in ihren Heimatländern. Schwach sind sie deshalb noch lange nicht. »Wer den anderen als Opfer auffasst, macht sich dadurch selbst zu einem Überlegenen«, schreibt der italienische Literaturwissenschaftler Daniele Giglioli. »In dem Augenblick, in dem man dem anderen das Recht auf Mitleid zugesteht, verweigert man ihm ein unendlich bedeutenderes: das auf Gleichheit.«

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